Als erster Kanton will das Tessin Freier büssen

Als erster Kanton will das Tessin Freier büssen
Die Massnahme soll die Kunden vor dem Verkehr mit illegalen Sexarbeiterinnen abschrecken. Gut 800 Frauen aus dem horizontalen Gewerbe sind derzeit registriert. Fast ebenso hoch dürfte jedoch die Zahl der illegalen Prostituierten sein.

Jeder Kanton regelt den Aufenthalt von Prostituierten aus dem Eu-Raum anders. Daneben gibt es immer mehr Prostituierte, die illegal von ausserhalb Europas in die Schweiz kommen. Das Bewilligungschaos begünstigt die Ausbeutung der Frauen. Der Kanton Tessin fordert jetzt, dass Prostituierte aus allen Ländern legal in der Schweiz arbeiten dürfen. Ja nach Kanton brauchen ausländische Prostituierte eine “B-Bewilligung”, eine “L-Bewilligung” oder sie werden in einem Prostitutionsregister erfasst. Man schätzt, dass zirka 800 Prostituierten hier arbeiten. Zirka die gleiche Zahl sind wahrscheinlich die illegalen Künstlerinnen.

Der Kanton Tessin will einen Schritt weiter gehen. Ausgerechnet der Justizminister Luigi Pedrazzini verlangt, dass sich Frauen aus allen Ländern in der Schweiz prostituieren dürfen. Das Tessin will aber nicht nur Milde gegenüber den Prostituierten walten lassen. Das neue Prostitutionsgesetz nimmt Freier und Bordellbesitzer in die Pflicht: Männer, die mit illegalen Prostituierten erwischt werden, sollen künftig mit mindestens 200 Franken gebüsst werden, und Bordelle sollen neu einer Bewilligungspflicht unterliegen. Neu will der Kanton auch eine Bewilligungspflicht für Striplokale und Bordelle einführen. Zudem soll die Polizei künftig Kontrollen und Hausdurchsuchungen in diesen Etablissements auch ohne richterliche Bewilligung vornehmen dürfen. Aber die Frage ist: “Wie soll denn ein Freier überhaupt feststellen, ob eine Prostituierte illegal ist?”. Man kann sich doch kaum vorstellen, dass Freier erst mal die Papiere verlangen werden… Oder nicht?

pizza piazza locarno
lugachange
Claciopoli

Ultime news

promozione pubblicita

Accesso utente

nervoso e tifoso
 
salotto gabry